Reaktion zu den Veröffentlichungen „Rechnungshof rügt den Landesverband“ in der Volksstimme vom 01.02.2012 und den diesbezüglichen Äußerungen des Innenministers von Sachsen-Anhalt.
Mit Bestürzung und voller Sorge haben sich interessierte und betroffene Bürger und Feuerwehrkameraden aus ganz Sachsen-Anhalt über die Verlautbarungen unseres Innenministers, Herrn Stahlknecht, an den Vorstand des LFV-ST gewandt.
Wir - der Vorstand des LFV-ST sind entsetzt und zugleich enttäuscht über diese herabwürdigende und voreilige Erklärung unseres Innenministers, Herrn Stahlknecht.
Diese unverantwortliche Darstellung ist für uns - die fleißig und äußerst verantwortungsvoll handelnden Mitglieder des Vorstandes des LFV-ST in keiner Weise nachvollziehbar.
Kommt sie doch von einem Minister, der noch vor Wochen von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und Mitarbeit auf beiderseitigem gutem Verhältnis setzte.
Und genau dieser Minister war es, der noch am Tage der Neuwahl, am 17.09.2011, erklärt und gewünscht hat, die Presse und die Öffentlichkeit soweit wie möglich aus dieser Sache herauszuhalten, um Verfälschungen bzw. weiteren Zündstoff zu vermeiden.
Und genau dieser Minister war es, der gemeinsam mit uns an den noch vorhandenen Problemen arbeiten wollte, um Lösungen zu suchen und zu finden!
Uns gewählten Vorstandsmitgliedern war durchaus bewusst, welche Bürde wir uns für die nächsten Jahre auferlegen, welche Kraft und Zeit wir investieren müssen. Aber wir waren und vor allem sind weiterhin hierfür bereit.
Wir waren es auch, die die Prüfer unterstützten und zwar produktiv .
Alle Vorstandsmitglieder der vorhergehenden Vorstände leisteten ihre Arbeit ehrenamtlich und ohne Bezahlung, im Gegensatz zu den Bewilligern der Fördermittel.
Wie hat denn sein Ministerium die Kontrolle ausgeführt?
Wie hat denn sein Ministerium auf die hauptamtlichen Mitarbeiter des LFV Einfluss genommen?
Hierzu fehlen leider die Aussagen des Herren Stahlknecht.
Nichts ist schlimmer und tödlicher als Halbwahrheiten.
Was wollen Sie wirklich, Herr Minister Stahlknecht?
Der Geschäftsstelle des LFV-ST ist erst am Vorabend dieser herabwürdigenden und zweifelhaften Presseveröffentlichung ein Entwurf des Landesrechnungshofes übersandt worden. Selbstverständlich nicht vollständig, sondern nur die Seiten, die den LFV betreffen, die anderen dreißig Seiten gelangten uns nicht zur Einsicht.
Die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes erfuhren erst aus der Presse unvollständige und aus dem Zusammenhang gerissene Passagen dieses Entwurfes vom Landesrechnungshof.
Eine offizielle Auswertung mit dem Landesrechnungshof ist erst für den 16. Februar 2012 vereinbart.
Ist dies die Art von Verantwortung und Ehrlichkeit, die wir kommunizieren wollen?
Was will Herr Stahlknecht also mit so einem Aufmacher?
Will er seinen Wählern im Land sagen, dass nur sein Weg, seine Linie richtig sind?
Dass er unfehlbar ist?
Es gibt doch nicht nur schwarz und weiß! Durch diese Veröffentlichung tritt er die gute und vor allem ehrenamtliche Arbeit vieler Feuerwehrkameraden mit Füßen. Er macht die Feuerwehr eines ganzen Landes zu seinem persönlichen Spielball im Kampf gegen seine politischen Gegner.
Uns ist es wichtig, die anstehenden Probleme einer Lösung zuzuführen.
Wir möchten diesen Weg gemeinsam mit verantwortungsvollen Partnern gehen.
Sind Sie dazu bereit Herr Minister?
Feuerwehr 2020
Am 20. Januar 2012 fand unter Leitung des Referatsleiters für Brand- und KatS., Zivile Verteidigung, Militärische Angelegenheiten, Herrn Berkling, die Startveranstaltung der Projektgruppenarbeit zu FEUERWEHR 2020 an der BKS in Heyrothsberge statt. In den nächsten Tagen werden die Mitglieder der Lenkungsgruppe, der Projektgruppe und der Arbeitsgruppen hier vorgestellt. Damit diese Arbeit auch von Erfolg gekrönt wird, bitten wir schon heute um aktive Mitarbeit aller Feuerwehren in unserem Land.
Offener Brief an die Abgeordneten des Landtages...
... und den Städte- und Gemeindebund in Sachsen - Anhalt
Sehr geehrte Abgeordnete, sehr geehrte Damen und Herren,
am 17. September 2011 wurde durch die Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt e.V. ein neuer Vorstand gewählt. Mit überwältigender Zustimmung gaben die Delegierten ihre Stimmen für diese Kameraden ab. Es galt, einen Vorstand zu wählen, der fachlich, sachlich und
kompetent die Feuerwehren des Landes Sachsen - Anhalt auf allen Ebenen vertritt.

