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15.09.2020

„Vor­sicht, heiß!“


In­for­mie­ren und auf­klä­ren und da­mit Kin­der vor Ver­b­ren­nungs- und Ver­brüh­ung­s­un­fäl­len schüt­zen – die­ses An­lie­gen hat der „Tag des brand­ver­letz­ten Kin­des“ am 7. De­zem­ber seit nun­mehr 10 Jah­ren. Ziel ist es, das The­ma „Ver­b­ren­nun­gen und Ver­brüh­un­gen bei Kin­dern“ noch stär­ker in den Mit­tel­punkt zu rü­cken und auf die schwe­ren Fol­gen ei­ner Brand­ver­let­zung im Kin­desal­ter hin­zu­wei­sen. 

„Jähr­lich wer­den in Deut­sch­land mehr als 7.500 Kin­der un­ter 15 Jah­ren in Kli­ni­ken auf­grund ei­nes Ver­b­ren­nungs- oder Ver­brüh­ung­s­un­falls sta­tio­när be­han­del­t“, be­rich­tet Su­san­ne Falk, Vor­stands­vor­sit­zen­de von Pau­lin­chen – In­i­tia­ti­ve für brand­ver­letz­te Kin­der e.V. „Nicht nur das Kind trägt ei­ne le­bens­ve­r­än­dern­de Ver­let­zung da­von, auch El­tern, Ge­schwis­ter und al­le am Un­fall be­tei­lig­ten Per­so­nen sind häu­fig trau­ma­ti­siert. The­men wie z. B. Schuld­ge­füh­le und Pro­b­le­me bei der Nach­sor­ge wer­den über die Be­ra­tungs­hot­li­ne von Pau­lin­chen mit­ge­teilt.“

„Kin­der im Al­ter von 0-5 Jah­ren bil­den bei ther­mi­schen Ver­let­zun­gen die Hoch­ri­si­ko­grup­pe. Be­son­ders un­ter­schätzt wer­den hei­ße Flüs­sig­kei­ten, wie z. B. Tee oder Kaf­fee, wel­che die sen­si­b­le Kin­der­haut schon ab 52° C lang­fris­tig schä­d­i­gen“, er­läu­tert Prof. Dr. med. Mar­cus Lehn­hardt, Prä­si­dent der Deut­sche Ge­sell­schaft für Ver­b­ren­nungs­me­di­zin. „Da­bei wird be­son­ders häu­fig die Küche zum Un­fal­l­or­t“, führt der Ex­per­te wei­ter aus. Pau­lin­chen ruft bun­des­weit rund um den 7. Dez. zum Mit­ma­chen auf – auch di­gi­tal und über So­cial-Me­dia-Ka­nä­le. Der Aus­ruf „Vor­sicht, heiß!“ ist all­seits be­kannt, aber wie ge­fähr­lich ei­ne Ver­b­ren­nung oder Ver­brüh­ung für Kin­der sein kann, wird häu­fig un­ter­schätzt. Ziel ist es, Er­wach­se­ne für das The­ma zu sen­si­bi­li­sie­ren und Kin­der und Ju­gend­li­che vor Ver­b­ren­nungs- und Ver­brüh­ung­s­un­fäl­len zu schüt­zen.

Auf der Web­sei­te www.tag-des-brand­ver­letz­ten-kin­des.de wer­den ne­ben Ak­ti­on­s­i­de­en und kos­ten­f­rei­en In­fo­ma­te­ria­li­en auch al­le Ver­an­stal­tun­gen zum „Tag des brand­ver­letz­ten Kin­des” auf ei­ner Ak­ti­ons­kar­te dar­ge­s­tellt.

Tipps zum Schutz:

  • Nichts Hei­ßes es­sen oder trin­ken, wäh­rend ein Kind auf dem Arm oder Schoß ist.
  • Heiß­ge­trän­ke nie zu nah an den Rand von Tisch- und Ar­beits­plat­te stel­len.
  • Kei­ne her­ab­hän­gen­den Ti­sch­de­cken ver­wen­den.
  • Was­ser­ko­cher und an­de­re elek­tri­sche Ge­rä­te im­mer au­ßer Reich­wei­te von Kin­dern stel­len. Vor­sicht mit her­ab­hän­gen­den Ka­beln!
  • Kin­der von hei­ßen Ka­min­ö­fen und Bac­k­ö­fen fern­hal­ten.
  • Töp­fe und Pfan­nen im­mer auf die hin­te­ren Herd­plat­ten stel­len und auf die­sen ko­chen. Grif­fe stets nach hin­ten dre­hen.
  • Koch­feld mit ei­nem Herd­schutz­git­ter si­chern, da­mit Kin­der nicht auf hei­ße Plat­ten fas­sen oder Töp­fe auf sich her­ab­zie­hen kön­nen.
  • Bren­nen­des Fett durch Ab­de­cken mit ei­nem De­ckel er­sti­cken. Nie­mals mit Was­ser lö­schen, sonst kommt es zur Fett­ex­p­lo­si­on!
  • Fläsch­chen und Brei aus der Mi­kro­wel­le im­mer gut um­rüh­ren und erst selbst pro­bie­ren. Was sich von au­ßen lau­warm an­fühlt, ist in­nen oft ko­chend heiß!
  • Ba­de­was­ser­tem­pe­ra­tur im­mer kon­trol­lie­ren, nie­mals nur hei­ßes Was­ser ein­lau­fen las­sen.
  • Wärm­fla­schen nur mit Was­ser un­ter 50° Cel­si­us be­fül­len und die Fla­sche gut ver­sch­lie­ßen (bei Neu­ge­bo­re­nen, Säug­lin­gen und Klein­kin­dern nicht ver­wen­den).

Links: www.tag-des-brand­ver­letz­ten-kin­des.de I www.pau­lin­chen.de

Präv­en­ti­ons­fil­me: Gro­ße Ge­fah­ren für klei­ne Kin­der

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Kon­takt:

Pau­lin­chen – In­i­tia­ti­ve für brand­ver­letz­te Kin­der e.V
Ve­re­na Lau­mer und Su­san­ne Falk
Te­le­fon: 040 529 50 666
E-Mail: pres­se(at)pau­lin­chen.de Se­ge­ber­ger
Chaus­see 35
22850 Nor­der­s­tedt